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Zwei Papageie unterhalten sich über die Rechtschreibung. Der eine ist Franzose, der andere Deutscher. Französischer Papagei: Bei uns ist es ganz komisch... Wir sagen "qu-a?" und schreiben "qu-o-i". Deutscher Papagei: Bei uns ist es noch komischer: Wir schreiben "wie bitte?" und sagen "hä?"
Nils-J. (8 Jahre, Heidelberg)

Le grain mystérieux
Eine Fortsetzungsgeschichte, verfasst in Berlin und Marseille.
Kapitel I
Eines Nachts konnte Frau von und zu Rosenstein wieder einmal nicht schlafen. Sie versuchte alles Mögliche, doch nichts half ihr. Schließlich fiel ihr nur noch eines ein: Sie würde auf jeden Fall einschlafen können, wenn sie sich vergewisserte, dass ihr teuerster Besitz, goldene Kaffeebohnen im Wert von zwei Milliarden Euro in Sicherheit waren. Sie stieg also aus ihrem Bett, schlüpfte in die Pantoffeln und machte sich auf den Weg. Der Raum ihrer Schätze war gegenüber von ihrem Schlafzimmer, am anderen Ende eines langen Flurs. Doch irgendetwas war heute anders. Etwas lag in der Luft. Sie beeilte sich. Doch fast wäre Frau von und zu Rosenstein zu spät gekommen. Als sie die Tür öffnete, hörte sie ein Klirren. Und dann sah sie die Person, die gerade aus dem Fenster stieg.
Obwohl sie es schon ahnte, vergewisserte sich Frau von und zu Rosenstein noch mal, ob es stimmte. Und tatsächlich: Die Glasvitrine, in der die goldenen Kaffeebohnen gelegen hatten, war zerschlagen und ihr kostbarster Besitz selbst, die Bohnen, waren verschwunden. Wieder schaute Frau von und zu Rosenstein zum Fenster, doch der Dieb war schon in die Dunkelheit der Nacht geflüchtet.

Frau von und zu Rosenstein stieß einen Schrei aus, der ganz Berlin aufgeweckt hätte, wenn ihr Haus nicht, weit entfernt von jeglicher Bevölkerung, auf dem Land stehen würde. So aber zeigte ihr Schrei nur der Sekretärin Fräulein Pianta an, dass diese zu kommen hatte. „Ist etwas passiert?“, erkundigte sie sich besorgt.

„Wwwie ... wwie ... hhat er hhier hereinkommen können? Uund wie hhat er die Alarmanlage ausgeschaltet?“, stotterte Frau von und zu Rosenstein fassungslos. „Wer denn? Ich verstehe sie nicht“, fragte Fräulein Pianta. „Na der Einbrecher, der das ganze Chaos hier veranstaltet und meine Kaffeebohnen gestohlen hat,“ sagte Frau von und zu Rosenstein und merkte, dass sie in Gefahr lief, ohnmächtig zu werden. Doch dann atmete sie tief durch, riss sich zusammen und erzählte Fräulein Pianta der Reihe nach und haarklein, was vorgefallen war. „Was soll ich denn jetzt tun?“, fragte Frau von und zu Rosenstein verzweifelt, nachdem sie geendet hatte. „Ich würde vorschlagen, sie rufen die Polizei an, oder sonst jemanden, der uns helfen kann“, schlug Fräulein Pianta vor. Frau von und zu Rosenstein stimmte zu und wählte auf ihrem Telefon die Nummer der Polizei. Doch sie hatte kein Glück: Auf der Polizeiwache, dachte man, sie wollte die Beamten veräppeln und meinte, dass es schon bessere erfundene Sachen als goldene Kaffeebohnen gegeben hätte. Fast hätte dass Frau von und zu Rosenstein den letzten Stoß versetzt und sie wäre zusammengebrochen. Doch die Sekretärin hatte schon eine neue Idee. „Rufen sie einen Detektiv an,“ forderte sie auf. Sie zeigte Frau von und zu Rosenstein eine Visitenkarte, die ihr neulich ein Detektiv in die Hand gedrückt hatte, und von und zu Rosenstein wählte die Nummer, die darauf stand. Der Ermittler versprach, sofort zu kommen.
Keine fünf Minuten später klingelte er an der Haustür. „Guten Tag,“ sagte er, während er Frau von und zu Rosenstein die Hand schüttelte. „Mein Name ist Blackhat. James Blackhat. Sehr erfreut, sie kennen zu lernen. Was vermissen sie noch mal? Goldene Kaffeebohnen?“ „Ja, ganz genau. Meine goldenen Kaffeebohnen, im Wert von zwei Milliarden Euro,“ antwortete Frau von und zu Rosenstein. Dann erzählte sie auch Mr. Blackhat die ganze Geschichte. Dieser ließ sich alles noch genauer erzählen als Frau von und zu Rosenstein es vorhin bei Fräulein Pianta getan hatte, stellte ab und zu ein paar Zwischenfragen und suchte dann zwischen den Trümmern aus Glas nach Spurendes Täters. Doch nicht er fand das Zeichen des Diebes, sondern Fräulein Pianta, die ihm bei der Suche half. „Nanu, was hat das denn hier zu suchen?“, fragte sie erstaunt und hob ein kleines Pixibuch vom Boden auf.

„Frau von und zu Rosenstein, das hier gehört nicht zufällig ihnen?“ Doch die Hausherrin schüttelte den Kopf. „Zeigen sie her,“ befahl Mr. Blackhat. Er und untersuchte das Büchlein genau und wandte sich dann an Frau von und zu Rosenstein. „Ich weiß, wem dieses Buch gehört, und ich weiß auch, wer hier eingebrochen ist. Das ist das Zeichen von Books Livra. Sein Spitzname ist auch „Der Büchertauscher“. Er stiehlt wertvolle Gegenstände und tauscht sie dann gegen Bücher ein. Wir haben es hier mit einem schweren Verbrecher zu tun.“
Französische Übersetzung(zusammengefasst) als pdf hier
Chapitre II
La secrétaire et l’inspecteur étudient les archives. Ils recherchent les forfaits de Books Livra. Ils notent les titres des livres laissés par BooksLivra. Ils commencent à les lire. Ce sont des histoires policières. Elles ont été écrites par des auteurs inconnus. Apparemment, ces auteurs n’ont écrit qu’un ouvrage. Les noms des auteurs sont des anagrammes de BooksLivra. Mademoiselle Pianto et James Blackhat parviennent à la même conclusion : Bookslivra est l’auteur des livres.
Deutsche Übersetzung als pdf hier
Kapitel III
Nachdem Mr. Blackhat diese Informationen an Frau von und zu Rosenstein weitergegeben hatte, war diese einer weiteren Ohnmacht nahe. „Aber was wollen sie denn jetzt tun? Haben wir noch weitere Anhaltspunkte? Wollen sie nach Fingerabdrücken suchen?“ „Nein, das hätte keinen Sinn, Bookslivra ist ein sehr erfolgreicher Verbrecher, das hier ist schließlich nicht sein erster Einbruch. Hier nach Hinterlassenschaften zu suchen ist so, wie wenn Sie versuchen würden, sich Flügel wachsen zu lassen. Hmm...Ich muss die ganze Situation noch einmal überdenken. Und das kann ich am besten, wenn ich zu Hause bin und einen heißen Kaffee trinke. Ich werde Bescheid sagen, wenn ich einen weiteren Hinweis finde,“ und damit verabschiedete sich der Detektiv.
Zu Hause angekommen setzte der Detektiv tatsächlich Wasser auf, doch wollte gar nicht erst über seinen neuesten Fall nachdenken, stattdessen holte er seinen Krimi hervor und begann zu lesen. Doch noch bevor er den ersten Satz verstanden hatte, klingelte das Telefon. Verärgert stand James Blackhat auf und griff nach dem Gerät. „Ja, hier Blackhat?“, meldete er sich.

„Hallo, ich bitte Sie, sich augenblicklich hier einzufinden, Büchergarten Hausnummer 8.“ Klick! Und schon hatte der Anrufer aufgelegt. Verdutzt starrte James Blackhat den Hörer an. Das klang ja nach einer Herausforderung ganz nach seinem Geschmack! Er schnappte sich seine Tasche, stopfte den Krimi hinein und rannte aus der Tür.
Während er sich auf sein Fahrrad schwang und losfuhr, dachte James Blackhat über das Telefongespräch nach. Ihm waren zwei merkwürdige Ding aufgefallen: Erstens war ihm die Stimme sehr vertraut vorgekommen, doch es wollte ihm nicht einfallen, warum. War es ein (ehemaliger) Verbrecher? Das zweite Komische war, dass James Blackhat die Adresse, die der Anrufer genannt hatte, wie seine Westentasche kannte. Er war hier aufgewachsen. Der Büchergarten war sein geliebtes Zuhause gewesen. Die Straße hatte ihren Namen von den zahlreichen Buchläden und Antiquariaten bekommen, die dort seit schon Ewigkeiten untergebracht waren. Weil nur kleine und unscheinbare Straßen und Wege zu ihm hinführten, war der Büchergarten für die meisten Leute eine unbekannte Adresse. Und das war gut so, dachte James Blackhat. Es wäre zu schade gewesen, wenn Jedermann von diesem wunderbaren Ort gewusst hätte. Die Häuser waren groß und hell und Meisterwerke der Architektur, die Straße war so breit, dass man auf der einen Seite einen Park angelegt hatte, und trotzdem war noch genug Platz für alles andere. Hier lebten nicht viele Menschen, und diejenigen die es taten, liebten den Büchergarten sehr.
James Blackhat schaute auf und erwachte aus seinem Gedankengang. Ohne dass er auf den Weg geachtet hatte, war er an seinem Ziel angelangt. Die Hausnummer acht lag genau gegenüber von der 16, dem Haus, in dem er mit seiner Familie gelebt hatte. Na wenn das mal kein Zufall ist!, dachte er. Als er bei Nummer acht klingeln wollte, sah er einen Zettel: "Schwarze Hüte bitte hier entlang", stand darauf. Daneben war ein Pfeil, der in Richtung Garage zeigte. James Blackhat fühlte sich angesprochen, er schloss sein Fahrrad an den Zaun und lief den Kiesweg zur Garage entlang. Eigentlich hätte er beunruhigt sein müssen. Dass ihn plötzlich jemand anrief und ihn hierher bestellte passierte ja nicht alle Tage. Aber dieser Ort war von so viel Wärme durchstrahlt, dass James Blackhat gar nicht erst auf die Idee kam, seinen Revolver zu zücken. Er klopfte ein paar mal am Garagentor, doch es machte niemand auf. Also schob er, nachdem er festgestellt hatte, dass das nichts verschlossen war, das Tor leise und vorsichtig auf.
Chapitre IV
À son plus grand étonnement, le garage n´était pas aussi sombre qu´il l´aurait cru. Dès que ses yeux se furent habitués, il commença à voir ce qui l´entourait : devant lui se dressaient de gigantesques étagères, toutes plus hautes les unes que les autres. Elles n´étaient pas disposées nimporte comment, mais très minutieusement, les unes à côté des autres. Il y en avait plusieurs rayons. Et chaque étagère regorgeait de livres ! Ce n´était rien moins qu´une immense bibliothèque ! James Blackhat avança d´un pas pour évaluer la taille de la pièce. Ça avait l´air beaucoup plus grand qu´un banal garage. Il venait tout juste de s´en rendre compte. Et ça continuait encore par là-bas ! James Blackhat se rendit jusqu´à la dernière étagère, il était indispensable qu´il connaisse les dimensions de la pièce. Il n´avait pas encore atteint le premier rayon lorsqu´il entendit un bruit. Ssssssss ... la porte du garage se referma derrière lui en grinçant légèrement. Sssssssssssss…. Le détective courut vers la sortie mais avant qu´il ne l´atteigne, la porte s´était déjá refermée. « Nom d´un chien ! » marmonna James Blackhat. Il se retourna et contempla l´intérieur de la pièce. Il est bien évident qu´en tant que détective, ce n´était pas la première fois qu´il se retrouvait enfermé. Mais jusqu´à présent il savait au moins toujours pourquoi il se trouvait à un endroit en particulier. Par contre là… il se demandait bien ce qu´il était venu y faire. Un immense garage, rempli de livres jusqu´au plafond. Qu´est-ce que cela pouvait bien signifier ?
« Salut James. Je vois que tu as pris mon coup de fil au sérieux. Ça me fait plaisir de te revoir » C´était la même voix qu´au téléphone ! James Blackhat fouilla la pièce des yeux, mais ne découvrit personne. Pas étonnant ! Toutes ces étagères donnaient vraiment envie de jouer à cache-cache ! Mais voilà qu´une forme sortit de derrière un rayon. Au moment même où James Blackhat aperçut l´homme qui le regardait en ricanant, il dut se rendre à l´évidence. Quel idiot il avait fait ! Comment s´était-il débrouillé pour ne pas reconnaître la voix de son interlocuteur ! Ce n´était pourtant pas si compliqué ! Pourquoi ne pas y avoir pensé plus tôt ? « Robert » cria t-il, il courut vers son frère et le serra dans ses bras. Alors tout lui revint. James semblait ne plus pouvoir s´arrêter de raconter : « Pourquoi n´y ai-je pas pensé plus tôt ? Tu as toujours aimé écrire des romans policiers, que moi je dévorais. Tu disais toujours que les bon livres, même les plus anciens, il faut les garder, les conserver, et je t´ai même aidé à en sauver quelques-uns de la poubelle. Et puis tu te plaignais tout le temps, parce que tu n´avais pas assez d´argent pour en sauver encore plus. Ah ! Et récemment, ces cambriolages, où tant d´objets de valeurs ont été volés, que l´on retrouvait toujours plus tard, une fois qu´ils avaient été échangés contre des livres.....
Fortsetzung folgt à suivre...
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